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Leitfaden Schallschutzwand

Die Montage einer Schallschutzwand ist nicht nur eine ästhetische Entscheidung: Sie bestimmt direkt die Wirksamkeit des Schallschutzes. Nehmen Sie sich vor Beginn die Zeit, Ihre Umgebung genau zu analysieren.

Welche Höhe für meine Schallschutzwand wählen?

Ermitteln Sie zunächst den Ursprung des Lärms: bodennah (Straßenverkehr), in der Höhe (Lastwagen, Züge) oder diffus (Nachbarschaft, verschiedene Aktivitäten). Die Wahl der Höhe richtet sich dann nach dem gewünschten Schutzniveau:

180 cm: Wirksamer Schutz​. Ideal zum Schutz ebenerdiger Außenwohnbereiche. Geeignet für Gärten, die einer mäßig lauten Straße oder Bahnlinie ausgesetzt sind.​

240 cm: Hoher Schutz​. Ermöglicht auch den Schutz der Öffnungen im Erdgeschoss. Erfordert eine solide, an den Untergrund angepasste Befestigung.

300 cm: Maximaler Schutz​. Empfohlen bei erheblichen Lärmbelästigungen (stark befahrene Straßen, Bahnlinien, Industriegebiete). Eine verstärkte Verankerung ist unerlässlich. Überprüfen Sie die örtlichen Vorschriften für Bauwerke, die 2 Meter überschreiten.

Wie messe ich die Höhe meiner Schallschutzwand?

Messen Sie die Höhe des zu schützenden Bereichs. Bestimmen Sie den höchsten Punkt, den Sie schützen möchten: Höhe Ihrer Erdgeschossfenster, Ihrer Terrasse, Ihrer Gartenlounge ... Die Wand muss diesen Punkt überragen, um eine wirksame akustische Schattenzone zu schaffen. Für eine ebenerdige Terrasse rechnen Sie etwa 1,50–1,80 m (Sitzhöhe bis Stehhöhe).

Berücksichtigen Sie den Abstand zwischen der Wand und der Schallquelle. Je näher die Wand an der Schallquelle positioniert ist, desto wirkungsvoller ist sie bei gleicher Höhe. Wenn Sie die Wand nicht nahe an der Schallquelle platzieren können (Grundstücksgrenze), kompensieren Sie dies durch eine größere Höhe. Die Höhen auf Platten (60 und 120 cm) erfordern eine vorhandene harte Unterlage. Die einzubettenden Höhen (180, 240, 300 cm) erfordern Erdarbeiten und das Einbetonieren.

Wie wählen Sie Ihre Befestigungsart?

Die Befestigungsart der Pfosten hängt direkt von der Beschaffenheit Ihres Untergrunds ab. Eine falsche Befestigung kann die Stabilität und Langlebigkeit des gesamten Zauns gefährden.

Im Beton einbetonieren: Empfohlen auf Erd-, Rasen- oder Sanduntergrund. Der Pfosten wird in einen im Boden vergrabenen Betonblock einbetoniert. Dies ist die solideste und windbeständigste Befestigung. Planen Sie eine Ausschachtungstiefe von mindestens 1/3 der sichtbaren Zaunhöhe (z. B.: 180 cm Höhe → mindestens 60 cm Verankerung). Diese Option erfordert Erdarbeiten und ist nach dem Einbetonieren dauerhaft. Ab einer Höhe von 240 cm muss der Pfosten mit einem verzinkten Stahlprofil verstärkt werden, um dem Winddruck standzuhalten.

Auf Platten befestigen: Empfohlen auf vorhandenem hartem Untergrund (Beton, Platte, Terrasse). Die Platte wird in den Boden geschraubt oder gedübelt. Diese Option ist schneller zu montieren und reversibel, erfordert jedoch einen vollkommen ebenen und festen Untergrund und gilt nur für Höhen bis 180 cm. Überprüfen Sie, ob die Trägerplatte ausreichend dick ist, um Dübel aufzunehmen (mindestens 10 cm Stahlbeton).

Wie messe ich die Länge meines Zauns?

Messen Sie jeden Abschnitt separat. Ein Abschnitt ist der geradlinige Teil der Wand zwischen zwei Ecken oder zwischen einem Ende und einer Ecke. Messen Sie auf dem Boden mit einem gut gespannten und horizontalen Maßband. Die Mindestlänge pro Abschnitt beträgt 0,5 m. Der Konfigurator berechnet automatisch die erforderliche Anzahl an Paneelen und zeigt die Gesamtlänge in Echtzeit an.

Beachten Sie die Regel des seitlichen Überstands. Um akustisch wirksam zu sein, muss jedes Ende der Wand seitlich über den zu schützenden Bereich hinausragen. Die allgemeine Regel lautet, dass der Überstand auf jeder Seite mindestens der Höhe der Wand entsprechen muss (z. B.: Wand von 180 cm → 180 cm auf jeder Seite des Fensters oder der Terrasse überstehen). Berücksichtigen Sie diese Anforderung bei der Messung Ihrer Abschnitte.

Messen Sie von der Achse der Endpfosten. Die Länge eines Abschnitts wird von der Achse des ersten Pfostens bis zur Achse des letzten Pfostens des Abschnitts gemessen. Ziehen Sie die Pfostenstärke nicht ab: Der Konfigurator berücksichtigt sie in seinen Berechnungen. Wenn Ihr Gelände entlang der Wand ein Gefälle aufweist, messen Sie stets horizontal und nicht entlang des Hangs.

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